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Climate farming / Compost & charbon bio

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Aerobe Kompostierung und Pflanzenkohle

Kompost ist im ökologischen Landbau ein wertvoller Dünger und hilft, das Bodenleben aufzubauen. Dazu ist gute Kompostqualität höchstes Gebot und eine solche ist nur durch einen optimalen Verrottungsprozess zu erreichen. Das Delinat-Institut betreibt deshalb eine eigene Kompostierungsanlage in St. Léonard. Hier werden Grünschnitt, Mist und ein kleine Anteile Erde sowie Gesteinsmehle innerhalb zweier Monate in langen Mieten unter regelmässiger Sauerstoff- und Wasserzufuhr zu Kompost verarbeitet. In der Heissrottephase werden dabei Temperaturen bis zu 76 °C erreicht und das Ausgangsmaterial effizient sterilisiert. Die Umwandlungsprozesse und die Endprodukte werden während aller Stadien überwacht und untersucht.

Pflanzenkohle ist ein viel versprechender Bodenverbesserer, sollte aber vor der Ausbringung in die Kulturen aktiviert werden. Gibt man Pflanzenkohle bereits während des Kompostierungsprozesses hinzu, wird sie mit Nährstoffen und mikrobiellem Leben beladen. Das so gewonnene Mischprodukt soll in Zukunft auf seine  Eigenschaften und Auswirkungen in Weinbergsböden und anderen Kulturen untersucht werden.

Durch den Zusatz von Pflanzenkohle zur Kompostierung werden Kohlenstoff- und Stickstoffverluste während der Rotte minimiert und die Emission von Treibhausgasen entscheidend reduziert. Das Delinat-Institut untersucht gemeinsam mit Partnern des Pflanzenkohle-Netzwerkes die Messung und Optimierung dieser Prozesse.