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Die Begrünung von Dauerkulturen wie Wein- oder Obstbau ist grundlegende Voraussetzung für eine ökologisch nachhaltige Kultur. Durch eine gezielte Auswahl von Begrünungspflanzen kann das Bodenleben aktiviert und damit die Nährstoffversorgung der Kulturen weitgehend autonomisiert werden. Durch den Humusaufbau steigt das Nährstoff- und Wasserrückhaltevermögen und es wird klimaaktives CO2 gespeichert.
Seit fünf Jahren laufen in den Rebbergen des Instituts Versuche mit Dauerbegrünung durch Leguminosen, also stickstoffbindenden Blütenpflanzen. Bei diesen Versuchen wird die Entwicklung der Bodenaktivität und die Verfügbarkeit der Nährstoffe, aber auch der Gesundheitszustand der Reben verfolgt. Blattanalysen und Ertragsstatistiken in den Versuchsparzellen liefern uns wichtige Informationen über den Ernährungszustand der Rebpflanzen. Regelmässige Aufnahmen zum Befall mit Falschem und Echtem Mehltau lassen Rückschlüsse auf die Entwicklung der pflanzeneigenen Resistenz schliessen. Zudem wird anhand von Indikatorgruppen wie z.B. Schmetterlinge beobachtet, wie sich die Biodiversität resp. die ökologische Qualität des Lebensraums im Laufe der Zeit verändert. (Versuchsergebnisse finden Sie u.a. hier)
Verschiedene Saatmischungen werden fortlaufend entwickelt, getestet und aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse optimiert. Strategien zur Anlage und Pflege von Begrünung in Abhängigkeit von Boden, Klima und Rebkultur fliessen in die Beratung von Winzern in ganz Europa ein.
